Dipl. Des. Arne Rawe

Lehrbeauftragter für Interaktive Systeme, Hypermedia und Systemdesign im Fachbereich Design an der Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf, seit 2010

Senior Lecturer for Interactive Systems, Hypermedia and Systemic Design at the Peter Behrens School of Arts, Faculty of Design, in Düsseldorf, Germany, since 2010

Peter Behrens School of Arts

institut bild.medien

You can find my tattoo work here.

WS 2022/23

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign, Audiovisuelle Kommunikation, Interaktive Kommunikation, Interaction Designs, und Hypermedia

Virtual 3D Environment

Diesen Sommer haben wir vor Ort in Island eine weitere Skulptur errichtet, und diesen Prozess live und digital begleitet und unterstützt – jetzt geht es darum, aus dem gesammelten Material eine virtuelle 3D-Umgebung zu erstellen, in die auch eigene künstlerische Projekte eingearbeitet werden können.

Darüber hinaus werden wir uns damit beschäftigen, inwieweit der gestalterische Umgang mit zukünftigen Technologien, (KI, Augmented Reality, Virtual Reality) von virtuellen Umgebungen auf Realräume zurückwirkt. Unsere live augmented sculptures sollen hierbei kommunikative Lösungsansätze und künstlerische Methoden miteinander verbinden. Der Arbeitsprozess wird begleitet von bildwissenschaftlich und systemtheoretisch fundierter Gestaltungstheorie.

Um unsere exemplarische Intervention um die Entwicklung eines zeitgenössischen Skulpturenweges fortzusetzen, werden wir zusammen weitere Planungen und Ideen für den Sculpture Walk 2023 besprechen und die nächste Exkursion nach Island vorbereiten.

sculpturewalk.is

SS 2022

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign, Audiovisuelle Kommunikation, Interaktive Kommunikation, Interaction Designs, und Hypermedia

Contemporary Sculpture Walk 2022 – NatureCulture

Unter dem Generalthema NatureCulture werden wir in diesem Seminar unsere Exemplarische intervention um die Entwicklung eines "Contemporary Sculpture Walks" in Hólmavík, Island, fortsetzen. Zeitgleich zum Seminar, wird der Künstler Ingo Vetter in Island die erste Skulptur errichten, und wir werden diesen Prozess live und digital begleiten und unterstützen. Im Spannungsfeld von Natur und Kultur werden über die Videowand auf dem Campus erste experimentelle Verknüpfungen zwischen beiden Orten entstehen.

sculpturewalk.is

WS 2021/22

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign, Audiovisuelle Kommunikation, Interaktive Kommunikation, Interaction Designs, und Hypermedia

Kunst-Simulation

Die Konstruktion im Virtuellen ist zu Beginn immer eine Simulation des Realen. Das verbindet sie mit der Kunst, die immer schon den Sprung wagen muss, die Realität hinter sich zu lassen. Kunst zeigt dabei aber immer, dass im Bereich des Nur-Möglichen keine Unbestimmtheit herrscht: auch hier gelten Regeln – auch und gerade, wenn sie gebrochen werden sollen.

Kunst ist ernsthaft, der Ernstfall darf in ihr aber niemals eintreten. Sie dient nur sich selbst, niemals darf Kunst einen Zweck außerhalb ihres Systems haben. Dies weckt Begehrlichkeiten, provoziert Widerstand. Aus dieser wilden Balance zieht die Kunst ihre Wirkmächtigkeit. Die Kunst also als Idee für die Gestaltfindung im virtuellen Raum? Was wenn wir die Kunst zunächst selbst simulieren?

Wir werden Kunst beobachten und selbst simulieren, im Grenzbereich zwischen analog und digital.  

SS 2021

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign, Audiovisuelle Kommunikation, Interaktive Kommunikation, Interaction Designs, und Hypermedia

Contemporary Sculpture Walk – The Prototype III

Ziel ist es, über die Kombination von hybriden Media-Installationen und dynamischen Orientierungs-Systemen hinauszugehen und einen ersten Prototyp im Rahmen unserer Forschung zu erstellen, der vor Ort getestet werden kann.

sculpturewalk.de/research

WS 2020/21

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign, Audiovisuelle Kommunikation, Interaktive Kommunikation, Interaction Designs, und Hypermedia

Contemporary Sculpture Walk – The Prototype II

Neben Fragen nach verschiedenen Organisationsformen eines Skulpturen-Weges, die das Kuratorium, die Kommunikation, Präsentation und Anlage von zeitgenössischen Skulpturen in der Landschaft beinhalten, werden wir einen ersten Prototyps im Rahmen unserer Forschung erstellen. Dieser soll uns ermöglichen, über die Kombination von hybriden Media-Installationen und dynamischen Orientierungs-Systemen hinauszugehen.

sculpturewalk.de/research

SS 2020

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign, Audiovisuelle Kommunikation, Interaktive Kommunikation, Interaction Designs, und Hypermedia

Contemporary Sculpture Walk – The Prototype

Die ersten Künstler werden im Juli des Jahres mit ihren Arbeiten beginnen, 25. Juli wird das Projekt dann offiziell vor Ort eröffnet. Im Rahmen der Vorbereitungen werden wir uns damit beschäftigen, inwieweit der gestalterische Umgang mit zukünftigen Technologien, (KI, Augmented Reality, Virtual Reality) von virtuellen Umgebungen auf Realräume zurückwirkt. Unsere live augmented sculptures sollen hierbei kommunikative Lösungsansätze und künstlerische Methoden miteinander verbinden. Unser interaktives Modul wird hierbei ausgestattet mit Sensoren, kann damit die Umwelt vor Ort wahrnehmen und direkt darauf reagieren, und neben den verschiedensten Display-Möglichkeiten wie einem interaktiven Interface, ständig anrufbar, energetisch autark und anpassungsfähig an die verschiedensten Umweltbedingungen sein.

sculpturewalk.de/research

WS 2019/20

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign, Audiovisuelle Kommunikation, Interaktive Kommunikation, Interaction Designs, und Hypermedia

The Wild Blue Yonder – Von Werner Herzog zur live augmented sculpture

n diesem Seminar werden unsere Aktivitäten um die Entwicklung eines „Contemporary Sculpture Walks“ fortgesetzt. Ausgehend von Herzogs Film werden wir überprüfen, inwieweit der gestalterische Umgang mit zukünftigen Technologien, (KI, Augmented Reality, Virtual Reality) von virtuellen Umgebungen auf Realräume zurückwirkt. Hierzu werden wir insbesondere auf Cristopher Alexanders Raumtheorie aufsetzen. Nicht nur die Übertragung der zeitgenössischen Skulptur in das Digitale, sondern die wirkmächtige Resonanz der “live augmented sculpture” in die Realität zurück, ist eine der zentralen Szenarien mit denen intelligente neue Medien unsere Wahrnehmung konfrontieren werden. Was geschieht, wenn wir über die Kombination von hybriden Media-Installationen und dynamischen Orientierungs-Systemen hinausgehen? Nimmt die Kunst dem Leben wirklich noch was vorweg? Welche Rolle spielt hierbei die Narration? Wer behält die Deutungshoheit, wenn die Maschinen eigenständig zu erzählen beginnen? Vielleicht gibt der seltsame Film von Werner Herzog kombiniert mit den Erkenntnissen Alexanders erste Antworten. Finden wir also Lösungen und Möglichkeiten, die über strukturell, künstlerisch und didaktisch bekannte Präsentationen und Vermittlungs-Mechanismen hinausgehen. Wir werden den Film auf dem Laptop sehen und beispielhafte moderne Skulpturen vor Ort. Aufgabe ist die individuelle Konzeption und der Entwurf einer eigenen Skulptur.

SS 2019

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign, Audiovisuelle Kommunikation, Interaktive Kommunikation, Interaction Designs, und Hypermedia

Exkursion: Contemporary Sculpture Walk Hólmavík

Hólmavík im Norden Islands ist ohne Zweifel ein künstlerisch herausfordernder Ort, nicht nur aufgrund seiner Abgelegenheit. Neben kulturellen Besonderheiten gibt es auch spezifische wirtschaftliche und touristische Interessen. Neben Fragen nach verschiedenen Organisationsformen eines Skulpturenweges, die das Kuratorium, die Kommunikation, Präsentation und Anlage von zeitgenössischen Skulpturen in der Landschaft beinhalten, steht also auch eine Analyse des Bedarfs und der Erwartungen der Menschen vor Ort. Leicht zugänglich und zugleich einzigartig; das marketing-gerechte Erlebnis des Besonderen schliesst sich selbst aus, ist gereizt, unaufmerksam und überkontrolliert. Künstlerische Aufmerksamkeit dagegen erfordert gerade den Zufall gestalterisch ernst zu nehmen. Wie findet man in diesem Spannungsfeld eine Möglichkeit der Vermittlung von künstlerischer Erfahrung? Die individuelle Konzeption und der Entwurf eines Skulpturenweges wird begleitet von bildwissenschaftlich und systemtheoretisch fundierter Gestaltungstheorie. Die Entwürfe werden vor Ort der Kommune Hólmavík und den verantwortlichen Kulturbeauftragten der Westfjorde vorgestellt und sollen dann auch gemeinsam realisiert werden.

SS 2018

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign, Audiovisuelle Kommunikation, Interaktive Kommunikation, Interaction Designs, und Hypermedia

Wahrheit und Wahnsinn – Verschwörungspraxis der Kunst

Verschwörungstheorien unterlaufen unser Vertrauen an konventionelle Institutionen, politische Programme und seriöse Deutungen. Der Bedeutungsverlust von Zahlen, Fakten und Statistiken in der öffentlichen Diskussion macht die ›Wahrheit für jedermann‹ konstruierter, der private Wahnsinn wird zur Norm. Die gegenwärtige epistemische Krise ist nicht zuletzt ein Symptom der letzten großen Kränkung des westlichen Denkens durch die Erosion des Individuums. Zudem ist der Kontrollverlust in einer hyperkomplexen digitalen Gesellschaft zugleich Ursache und Möglichkeit für die Ermächtigung des Einzelnen und ›seiner Meinung‹. Das Politische ist aber nie privat, und nicht zuletzt führt die zerfallende Legitimation von Dominanz zu einer demokratiegefährdenden Fragmentierung der Öffentlichkeit. Wer die Ordnung der Dinge nicht mehr als seriöses Unterfangen versteht, der findet sicher eine alternative Wirklichkeit, in der im scheinbar Verborgenen klare Probleme und Lösungen angeboten werden. Solche Alternativen haben reale Handlungskonsequenzen, gerade weil sie zwangsläufig die Eigenlogik sozialer Systeme unterschätzen. Diese ›Stammes-Epistemologien‹, in der jede Gruppe die ihr gerade passenden Behauptungen als Wahrheiten deklariert, sind in ihrer Wirksamkeit daher sehr ernst zu nehmen. Aber auch objektiven Fakten und rationalem Diskurs bietet sich die Kunst als Alternative an, eben weil sie um diese Differenz zum Realen bemüht ist und zudem keine beliebigen Ordnungsstrukturen anbietet. Im Bereich des Nur-Möglichen ist es nicht zuletzt die Kunst, die einer clownesken und gefühllosen ›Prosa der Welt‹ eine Verschwörungspraxis als Alternative gibt. Eine mögliche Verführung durch das Andere erscheint plötzlich als Alternative zu einer sicheren Verführung durch das Gleiche. Die geplante Invasion Europas, Weltraum-Echsen aus der Hohlerde, Reichsbürger, Satan und die Illuminati, Pizzagate oder Chemtrails: Die Angst vor der Welt ist überproportional. Verschwörungstheorie trifft in diesem Seminar also direkt auf eigene künstlerische Verschwörungspraxis. Die künstlerische Komplexitätsreduktion und angebotene Angstkompensation wird begleitet von bildwissenschaftlich und systemtheoretisch fundierter Gestaltungstheorie. Zudem werden wir uns mit dem Wahrheitsbegriff in traditionellen journalistischen Medien beschäftigen und verschiedene künstlerische Positionen dazu erkunden.

WS 2017/18

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign, Audiovisuelle Kommunikation, Interaktive Kommunikation, Interaction Designs, und Hypermedia

Die Zukunft der neuen Zeichnung

An der Unterscheidung von Erinnerung und Vergessen öffnet sich uns mit der Archäologie eine Methode direkt in die Zukunft, direkt in die Zeit des Anderen. In einer digitalen Umwelt kann gerade die Zeichnung ihre Narration von einem in sich geschlossenen, statischen Einzelbild zu einem aktiven zeitbasierten Medium frei transformieren und damit das Gedächtnis als einen fortschreitenden, lebendigen, narrativen Prozess sichtbar machen. Damit stellt sie eine unmittelbare gestalterische und archäologische Möglichkeit dar, die Unruhe in der Erfahrung der Bilder des Anderen zu thematisieren und die Problematik digitaler Bildkonzepte in der Erinnerungskultur direkt darzustellen. Zugunsten einer Negativität des Anderen, setzt die Zeichnung eine fortschreitende und lebendige Einbildungskraft gegen die Hypervisibilität der Informationsgesellschaft und erodiert damit deren konstituierende Formen. Der Eros einer flüchtigen Zeichnung formuliert somit den Fundamentalzweifel, und gräbt sich als das lebendige Medium der Steigerung tief in das Geheime, das Unbekannte und gefährlich Irreale. Vor dem Horizont des technisch-algorithmischem apriori und der Interaktivität in den Hypermedien, begreifen wir die Zeichnung damit schon als politisch, weil sie sich in ihrer Begründung jeder rationalen Kontrolle entzieht und den Ernstfall ökonomischer Wahrheitskonzepte kraftvoll ablehnt. Zugleich werden wir den Ermöglichungsgrund des Zeichnens, praktisch und in bildwissenschaftlich und systemtheoretisch fundierter Gestaltungstheorie erkunden.

SS 2017

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign, Audiovisuelle Kommunikation, Interaktive Kommunikation, Interaction Designs, und Hypermedia

Eros und Archäologie der neuen Zeichnung

Dass alte Medien, nach der Einführung durch neue Medien verdrängt, eine Wertschätzung erfahren, wird dem kritischen und erkenntnistheoretischen Potential der Zeichnung für die Gestaltung der nächsten Gesellschaft bei weitem nicht gerecht. Neben dem archaischen Duktus und ihren phänomenologisch-atmosphärischen Dimensionen, kann sie in einer digitalen Umwelt ihre Narration von einem in sich geschlossenen, statischen Einzelbild zu einem aktiven zeitbasierten Medium frei transformieren. Damit stellt die Zeichnung eine unmittelbare Möglichkeit dar, exemplarisch die Entwicklung der digitalen Gegenwarts-Kommunikation nachzuvollziehen. Im radikalen Gegensatz zu Illustrationen, die primäre Oberflächenreize abrufen und zunächst bestimmte Erwartungen an Gestaltung bedienen, um Vorgänge und Sachverhalte transparent und verhandelbar zu machen, birgt die kühne und entschlossene Zeichnung zudem die erotische Erfahrung des Entzuges, der verweigerten Sichtbarkeit. Zugunsten einer Negativität des Anderen, setzt sie eine fortschreitende und lebendige Einbildungskraft gegen die Hypervisibilität der Informationsgesellschaft und erodiert damit deren konstituierende Formen. Der Eros einer flüchtigen Zeichnung formuliert somit den Fundamentalzweifel, und gräbt sich als das lebendige Medium der Steigerung tief in das Geheime, das Unbekannte und gefährlich Irreale.

That old media, repressed after the introduction of new media, experience an appreciation, does not do justice to the critical and epistemological potential of drawing for the shaping of the next society. Apart from the archaic style and its phenomenological and atmospheric dimensions, it can freely transform its narration from a self-contained, static individual image into an active time-based medium in a digital environment. Thus, the drawing presents a direct possibility to exemplarily illustrate the development of digital present-day communication. In a radical contrast to illustrations, which call for primary surface stimuli and first of all use certain expectations of design to make processes and facts transparent and negotiable, the bold and determined drawing also contains the erotic experience of withdrawal, and the denied visibility. For the benefit of a negativity of the other, it employs a progressive and vivid imagination against the hypervisibility of the information society and thus erodes its constituent forms. The Eros of a fleeting drawing thus formulates the fundamental doubt, and digs itself as the living medium of the intensification deep into the secret, the unknown and dangerously unreal.

WS 2016/17

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign, Audiovisuelle Kommunikation, Interaktive Kommunikation, Interaction Designs, und Hypermedia

Massenangst - Studien zur Rückseite des Zeitgeschehens

Angst ist Macht. Angst macht starr – aber auch aufmerksam, wenn die Sinne noch wach genug sind. Angst ist Motivator und Triebmittel, Angst muss ernst genommen, aber auch gewandelt werden. Sie ist irritierendes gesellschaftliches Phänomen des Stillstands und mächtiger Motor von Veränderungen, ist zugleich Ursache und Symptom individueller und gemeinschaftlicher kognitiver Verzerrung. Angst ist gefährlich. Was steckt hinter AfD, Brexit oder Trump, was bedeuten Flüchtlings-Welle, Terror und Demokratieverlust eigentlich? Und warum fühlt sich scheinbar alles nur noch an und ist nicht mehr? Warum ist Fühlen wirksamer als die Beschäftigung mit Fakten? Es besteht Bedarf an künstlerisch motivierter Selbstermächtigung gegen die Angst, gegen Verschwörungsmythen einer demokratisch legitimierten Obrigkeit, gegen elitenfeindliche Hyperdemokraten und gegen die nur noch aufs Fühlen ausgerichtete Kontrafaktizität des neoliberalen Populismus. Das poetisch-kreative Schaffen stellt für die Gestaltung der Gesellschaft intensivste Konzentration aber auch generelle Risikobereitschaft, notwendigen Drang und hinreichende Flexibilität zur Verfügung. Welche Möglichkeiten hat innovative Gesellschafts-Gestaltung gegen die Massenangst, die den öffentlichen Raum des Politischen vom Rationalen entleert und weitreichende, politische Entscheidungen dem privaten Urteil überlässt? Die zeitgenössische Sinnkrise fordert auf, sich auf ein neues Verständnis von realer und fiktiver Realität einzulassen, das längst über die Heroisierung des Alltäglichen in den sozialen Netzwerken hinausgewachsen ist. Individuelle und gesellschaftliche Relevanz von Gestaltung wird sich an ihrem Umgang mit der massenhaften Angst messen lassen müssen. Im Rahmen des Seminars stellen wir philosophische und gestalterische Strategien für die Angst-Inkubation vor. Wir werden Aufgaben und Möglichkeiten erkennen und im Diskurs zu gemeinsamen kreativen Problem-Findungen und -Beschreibungen kommen.

SS 2015

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign, Audiovisuelle Kommunikation, Interaktive Kommunikation, Interaction Designs, und Hypermedia

Turtle Filmfest Hólmavík

Zusammen mit den etwa 500 Einwohnern von Holmavik, einer einzigartigen kleinen Stadt in den Isländischen Westfjorden, werden wir vom 10. bis zum 16 August 2015 ein experimentelles Filmfestival durchführen, das nicht nur unterhalten soll im besten Sinne, sondern insbesondere Fragen nach der Präsentation und Rezeption zeitbasierter Medien performativ und experimentell beantworten wird. Die Aufmerksamkeit beim Umgang mit digitaler Bildproduktion und Rezeption soll geschärft und die technisch-algorithmischem Vorgaben auf der anderen Seite auf ihre Alltagstauglichkeit untersucht werden. Das klassische Filmfest hinter sich lassend, wird das Tasten, Abschatten und Scheitern des Künstlers hierbei die formale Vorlage und den Resonanzraum bilden. Dies nimmt das Werk von Werner Herzog auf der riskanten Höhe, zwischen dokumentarischem Anspruch und künstlerischer Transgression, als Herausforderung und Inspiration an. Ein besonderes Anliegen ist hierbei, die Einwohner von Holmavik bei ihren spezifischen Problemen zu unterstützen und mit ihnen zusammen Lösungsansätze zur erarbeiten. Die Aufgaben der Organisation und Durchführung des Filmfestes schließen daher insbesondere die Integration und Partizipation der Bewohner bereits in der Vorbereitungsphase mit ein. Angestrebt wird hierbei also nicht nur die Emanzipation der Zuschauer zu teilnehmenden Beobachtern, sondern auch die direkte Herausforderung an die Gestalter, Filmemacher und Künstler neue unkonventionelle und performative Formen der Erzählung und Präsentation zu finden, die den besonderen Anforderungen eines strukturell abgelegenen Ortes gerecht werden und kommunikative Lösungen für diese spezifischen Probleme bereitzustellen. Letztlich wird hierbei ein übertragbares und mobiles Konzept mit Modellcharakter entstehen für kulturelle Interventionen in verschiedenen Formaten und Anforderungen, das zunächst überall, durch seine flexible und improvisierte Form, insbesondere aber unter stark eingeschränkten strukturellen Vorraussetzungen, durchgeführt werden kann.

The filmfest shall respond experimentally, as well as perfomatively to the issue of presentation and reception of contemporary media. The goal is to pay close attention to the handling of digital image production and processing and its reception on the one hand, and to examine the technological, algorithmic defaults on the other hand, with regards to their suitability for daily use. The assignments of the organisation and of the filmfest’s execution particularly focus on the integration and the participation of Hólmavík’s inhabitants in the preparatory stage. Not only do we challenge the visitors to become participating spectators, but also we challenge the designers, film makers and artists to explore new, uncommon performative ways of narration and presentation, which live up to the specifications of a structurally isolated location, and to find communicational solutions for these specific problems. So we do also offer the inhabitants an specific internship and workshop program during the summer.

WS 2014/15

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign, Audiovisuelle Kommunikation, Interaktive Kommunikation, Interaction Designs, und Hypermedia

Werner Herzog Filmfest

Miniaturmodell der Welt als Bildhypothese: Einübung in den theoretischen und performativen Widerstand als Vorbereitung für das geplante experimentelle Filmfest des Instituts bild.medien in Hólmavík, Island im August 2015. Werner Herzogs »Demonstration des Schreckens«, zwischen dokumentarischem Anspruch und künstlerischer Transgression, formuliert den Resonanzraum für die Theorie und Praxis der Bilder, die am Widerstand getesteter Objekte zwischen Standbild und Film erprobt werden soll. Reflexiv auf das Miniaturmodell der Welt aus bildtheoretischer Sicht zu reagieren und diesen Widerstand mit künstlerischen Mitteln weiter zu führen, wird dann die Aufgabe bei der Erstellung einer eigenen konzeptuellen Arbeit sein. Diese direkte Bildkonstruktion wird im Rahmen einer seminaristischen Exkursion überprüft und angewendet – denn nicht nur das Denken kommt aus den Knien, wie Beuys schon früh formulierte, sondern »Filme kommen aus den Knien«, so Herzogs analoge Grussformel an die Fraktion der analytischen Filmkritik.

SS 2014

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign und Hypermedia

Exkursion Island

Traveling to Iceland with a group of students in 2014 for the third time, confronting them with a different view on nature, on myths and philosophy, on modern network thinking, the role of digital media, the perception of time, the wonderfulness of people and on the the „moment of transgression“ in the field of arts, to provide an intensive and collaborative experience, for the advancement of their artistry, visual literacy, and personal vision.

WS 2013/14

Blockseminar Interaktive Systeme / Systemdesign und Hypermedia

Die Zukunft der Fotografie

In diesem Seminar führen wir unsere Untersuchung der als Next Society oder Computergesellschaft bezeichneten aktuellen Gesellschaft exemplarisch am Beispiel der Fotografie fort.Das Verhältnis von technisch-algorithmischem apriori auf der einen, und den phänomenologisch-athmosphärischen Dimensionen der Gravitation, der Positivität, der Relevanz, der Abschattung, der Leerstellen und der Aufmerksamkeit beim Umgang mit digitaler Bildproduktion und Rezeption auf der anderen Seite, bildet den Resonanzraum für unsere Untersuchung. Über die Beschäftigung mit Positionen und Tendenzen der zeitgenössischen künstlerischen Fotografie hinaus, soll die Theorie und Geschichte der Fotografie anhand einer bildwissenschaftlich fundierten Gestaltungstheorie und dem erkenntnistheoretischen Potential der Systemtheorie vermittelt und am Beispiel ausgewählter Arbeiten diskutiert werden. Was hierbei eine visuelle oder emotionale Attraktion jenseits des Entstehungskontextes einer Fotografie ausmacht, soll ebenso wie die für den Künstler zentralen Fragen des Gestaltungszusammenhangs geklärt werden. Insbesondere gilt es, die Entwicklung nachzuvollziehen, die das statische Einzelbild als klassisches Erinnerungsmedium der Moderne zu einem aktiven, zeitbasierten Medium der Gegenwarts-Kommunikation transformiert. Arbeiten aus dem eigenen Portfolio werden gesichtet und zur Diskussion gestellt. Zudem sollen Problemstellungen und Konzepte für weitere fotografische Arbeiten entwickelt und der wissenschaftliche Anspruch formuliert werden, Kommunikation als zeitgenössischer Designer nicht nur zu kanalisieren oder zu dokumentieren, sondern auch relevante erkenntnistheoretische Beiträge für die Gestaltung der sozialen Situation der nächsten Gesellschaft zu leisten. Um den Diskurs mit Künstlern, Wissenschaftlern und Ausstellungsmachern zu eröffnen, werden wir im Rahmen des Seminars u.a. das Forum für Fotografie in Köln, das Folkwangmuseum in Essen, sowie die Julia Stoschek Collection in Düsseldorf besuchen und die Möglichkeit eines Gesprächs wahrnehmen.

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign und Hypermedia

Freak Design

Das Design der Klarheit, Einfachheit und festen Regeln behauptet durch Tranzparenz und Positivität, Raster und Richtlinien relevante Probleme der Gesellschaft lösen zu können. Aufgrund seiner methodischen simplicitas, deren dialektische Mangelausprägung insbesondere durch die Neuere Phänomenologie eines Besseren belehrt wurde, hintergeht der affirmativ geometrisierte Positivdiskurs des Design die empfindsame Entfaltung von Poesie, läßt kaum Platz für Handlung und Ordnung in Unklarheit und Unschärfe. So reduziert das geschwätzige Gestaltungsparadigma einer strammen Haltung des Designers den Gestalter auf reine Kompetenzsimulation in Alltag, Kunst, Politik und Forschung. Mit dem Anspruch, zu allem fähig zu sein und alles affirmativ aufpolieren zu können, kreist es um sich selbst. Blind für die Möglichkeiten der Unterflächlichkeit und der Negation verkennt es das Potential der Nebenschauplätze, überläßt die hochproduktiven Artistic Accidents den Amateuren. Der gerade in Deutschland aus dem Bauhaus und der nachfolgenden Ulmer Schule abgeleitete Anspruch von totaler Durchgestaltung sämtlicher Lebensbereiche führt so unweigerlich in unterschiedslose Erstarrung. Um dieser zu entgehen, wird das etablierte Design erkennen müssen, was es nicht kann und was zu unterlassen ist. Und der randständige Freak weist den Weg in diesen Diskurs. Zudem ist eine Exkursion ins S.M.A.K. In Gent geplant, um die thematisch passende Ausstellung von Rachel Harrison zu besuchen und um einen Einblick in die kuratorische Praxis eines der wichtigsten Museen für zeitgenössische Kunst in Europa zu bekommen.

SS 2013

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign und Hypermedia

Exkursion Island

Nach dem Erfolg der ersten Exkursion zur alten Heringsfabrik in Djupavik im Mai 2012 brechen wir zum zweiten Mal auf: Design-Forschung an der äussersten Grenze Europas als zeitgenössische Intervention im Spannungsfeld von künstlerisch-dokumentarischer Bildproduktion und theoretischer Reflexion.

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign/Hypermedia und Medienwissenschaften

Das Design der Nächsten Gesellschaft, Teil 2

WS 2012/13

Seminar Hypermedia

Wissenschaftliches Lesen und Schreiben. Bildwissenschaft: Übungen mit Texten und Bildern zum Verständnis von Gesellschaft und deren Gestaltung.

Der Zusammenhang von Bild und Text wird anhand einer bildwissenschaftlich fundierten Gestaltungstheorie und dem erkenntnistheoretischen Potential der Systemtheorie vermittelt und erprobt, um das Verstehen komplexer gesellschaftlicher Zusammenhänge auf dieser Basis zu ermöglichen.

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign

Das Design der Nächsten Gesellschaft

Der amerikanische Wirtschaftstheoretiker Peter Drucker entwickelte 2001 den Begriff der Next Society als Bezeichnung für eine Gesellschaft, die sich im wesentlichen über Einsatz und Gebrauch digitaler Medien, Internet, sozialer Netzwerke definiert. Die moderne Systemtheorie, insbesondere Dirk Baecker, aber auch aktuelle Kulturphilosophen wie Byung-Chul Han, Hans Ulrich Gumbrecht oder Giorgio Agamben haben Wesentliches zu diesem Diskurs beizutragen. Wir werden auch in diesem Seminar versuchen, diese Diskurse gemeinsam zu erarbeiten und mit aktuellen Überlegungen aus der Bildwissenschaft, der systemtheoretischen Ästhetik und der phänomenologisch orientierten Soziologie zu verknüpfen, um zu sehen, welche theoretischen Motive und Handlungspotentiale sich für Gestalter gewinnen lassen.

SS 2012

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign

Exkursion Island

Island kostet die Welt, es gibt verborgene Leute und Reykjavík explodiert gleich: Design-Forschung vor Ort als zeitgenössische Intervention im Spannungsfeld von künstlerisch-dokumentarischer Bildproduktion und theoretischer Reflexion. Exkursion nach Island im Mai 2012.

WS 2011/12

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign

Bilder machen Körper töten, Teil 2

Seminar Hypermedia

Wissenschaftliches Lesen und Schreiben. Der Tod als kulturtheoretisches Thema: Übungen mit Texten und Bildern zum Verständnis von Gesellschaft und deren Gestaltung.

Zeitgenössisches Design formuliert den Anspruch Gesellschaft zu gestalten, indem es Forschung ernsthaft in den gestalterischen Prozess integriert. Wissenschaftliche Arbeit wird so nicht mehr den Kunsthistorikern und Kulturwissenschaftlern überlassen, sie ist selbstbewusste Voraussetzung für einen gelungenen Entwurf. Aber wie liest und schreibt man einen anspruchsvollen wissenschaftlichen Text und wie formuliert man darüber hinaus eigene Probleme? Die Ausrichtung des Einzelnen und der Gesellschaft zum Tod ist eine kultur- und medientheoretische Kernfrage. An dieser Frage Forschung durch Design anzusetzen, führt zum Verstehen komplexer gesellschaftlicher Zusammenhänge, die weit in persönliche Erfahrungen hineinreichen. Um die Möglichkeit der eigenen differenzierten Äusserung zu erfahren, wird der Designer, der am Leben bleiben will, sich also mit dem Tod beschäftigen.

SS 2011

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign

Bilder machen Körper töten. Intimität zur Welt als Vorraussetzung künstlerischer Bildproduktion und Rezeptionsformen systemischer Bildwissenschaft.

Künstlerische Intimität als Widerstand gegen die Realität ist Herausforderung und Unmöglichkeit zugleich. Erst das Wandeln der eigenen Verletzlichkeit in Bildintuition unterscheidet die eigene Bildproduktion von der anderen; erst hier wird aus den existentiellen Risiken des Einzelnen ein ein wertvoller Verweis auf die vereinzelten Erfahrungen des kollektiven Rezipienten. Künstlerische Selbstirritation, die Ordnungsfiguren jenseits des gesellschaftlichen Konsenses aufzeigt, zeigt immer auch, dass es eben auch anders geht – ohne beliebig zu sein. Hiermit stellt die Kunst die Gesellschaft, deren integraler Bestandteil derselben sie ist, in Frage, indem sie ihre Kommunikation an dem Widerstand nährt, der der Konstruktion von realer Realität zu eigen ist. Dies fordert von der Kunst den möglichen Preis des Künstlers. Nur wer seine Integrität, seine sichere Position, seinen Status, sein Leib und Leben riskiert, der stellt auch existentielle Fragen. Risiko ist die Währung die der Künstler einbringt und die Gesellschaft zahlt ihm seine Glaubwürdigkeit aus, nicht ohne den möglicherweise tödlichen Bilder-Wahnsinn für die Zukunft generell zu verbieten. Die Ausgrenzung des Künstlers ist Basis der Stellvertreterposition, die der Künstler als Performer des für die Gesellschaft Verbotenen, weil nicht versicherbaren Tuns, besetzt. Der Bildermacher zeichnet sich aus durch die gehaltene Potentialität der Bereitschaft Körper zu Töten, bezeugt durch den möglichen Preis des eigenen Lebens, und den bewussten Versatz dieser Haltung in den Bereich des Nur-Möglichen. Diese radikale Intimität des Bildermachens kann experimentell erfahrbar gemacht werden. Zugleich gilt es die entstandenen Bilder in eine zu erarbeitende Bildrationalität einzubinden, die eine gemeinsame Beurteilung auf Basis möglicher Differenzierungskriterien aus einer systemischen Bildwissenschaft erreicht.

WS 2010/11

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign

Ausweitung der Übungszone: Robot Opera, Kumano, Hana Bi und Lucky Hole. Systemtheoretische und bildwissenschaftliche Beobachtung.

Die Überprüfung der eigenen Bilder zwischen Bildwissenschaft und Systemtheorie fordert vom Gestalter die Anerkennung und das Aushalten einer Differenz. Und damit die Bilder nicht weiter voran gehen, üben wir als Beobachter nun selbst das Laufen woanders hin. Die Ausweitung der Übungszone im Umgang mit den eigenen Bildern, deren Konfigurationen und Potentiale zu erkennen, heißt nun, die Konfrontation mit Ostasien zu suchen, deren mediale »Schräglage« zu erfassen und die erfahrenen Differenzen zu nutzen. Wird über das Andere das Eigene deutlicher hervortreten? Welche Rolle spielen dabei die verschiedensten künstlerischen Ansätze, wie etwa die Video-Bewegungen Nam June Paiks, die energetischen Visionen Mariko Moris, die filmisch-impressionistischen Dekonstruktionen Takeshi Kitanos oder die verborgenen Orte Nobuyoshi Arakis, die als Vermittler zwischen Ost und West gleichermaßen Beachtung finden wie als künstlerisch Übende an der eigenen Position und Perspektive. Wir verstehen mit Sloterdijk Gestaltung als »bilderschaffende Übungsform«, die einer theoretischen Auseinandersetzung gleichberechtigt ist. Dabei stellt insbesondere die Ästhetik Ostasiens einen Reflexionshintergrund für moderne, nicht-analoge Gesellschafts- und Gestaltungstheorien dar, der bislang kaum genutzt oder umgesetzt wurde. Und gerade für parallelpoetisch-gestalte- rische Umsetzungen gilt hier: Die Unwahrscheinlichkeit des Gelingens ist immer Voraussetzung einer Übung.

SS 2010

Seminar Interaktive Systeme / Systemdesign

Wie man dem toten Designer die Bilder erklärt. Joseph Beuys und die Heilung durch die Beteiligung an einer neuen plastischen Fakultät.

Im September findet die die große Beuys-Retrospektive in der neuen Düsseldorfer Kunstsammlung statt. Als Herausforderung zwischen Kunst und Wissenschaft ist die Werkschau auch als Kritik einer Gestaltung zu begreifen, deren zunehmend zu beobachtende poesiebefreite und oberflächliche Geometrie erschreckender Ausdruck für den Erstarrungstanz der postmodernen Marketing-Gesellschaft in ihrem Innersten ist. Der erweiterte Kunstbegriff, die Entgrenzung der Kreativität auf alle Bereiche der Gesellschaft, verlangt gerade in der Kälte des formal-mathematisch orientierten Designs nach dem vergessenen Wärmepol. Auf dem Weg zu einer sozialplastischen Fakultät läßt der durch Beuys angeregte neue Pädagogikbegriff die Institution Hochschule durch Oszillation und Umkehrung der Verhältnisse in einen kreativen und dadurch befreiten Geist, neu entstehen. Das Seminar versteht sich demnach als Angebot einer gelebten Transformation in eine soziale Wärmeplastik, in der die Gestaltung an und mit Joseph Beuys in den Entwurf einer emergenten Fakultät einfließen wird. In der gleichen Bewegung kann so deren Ausgestaltung Auskunft geben über das Selbstverständnis von Gestaltung. Neben ausgewählten Theorie-Bausteinen aus Systemtheorie und moderner Ästhetik soll sich die Gestaltung der sozialen Plastiken in Bildern klären und lösen. Dies reicht ebenso in westliche philosophische Epistemik wie in die Poesie gestalterischen Handelns nach dem japanischen Ästhetik-Konzept von Wabi-Sabi hinein.

WS 2009/10

Seminar interaktive Systeme / Systemdesign und Hypermedia

Diskursformung im Netz. Untersuchung text- und bildsprachlicher Argumentation in sozialen Netzwerken.

2009−2010

Wissenschaftlicher Assistent bei Prof. Dr. Stefan Asmus (Professur für interaktive Systeme / Hypermedia und Dekan für den Fachbereich Design, Fachhochschule Düsseldorf). Betreuung von Lehrveranstaltungen und Publikationen